Was eine Woche Thailand wirklich kostet, Posten für Posten
Artikel aktualisiert: 2026-09-17
Bester Kurs EUR · Pattaya: 38,03 — CP : Central Pattaya Branch · 20. Sept., 08:58 → Details
Die meisten Kostenaufstellungen für Thailand scheitern an derselben Stelle: Sie nennen einen Tagessatz. Der ist wertlos, weil sich die Ausgaben einer Woche aus ganz verschieden strukturierten Posten zusammensetzen — ein paar große Fixbeträge, ein stetiger Kleinbetragsstrom und zwei Kostenarten, die niemand auf der Rechnung sieht. Sinnvoll ist deshalb nicht ein Tagessatz, sondern eine Liste mit der Frage, wie stark sich jeder Posten beeinflussen lässt.

Unterkunft: der größte Posten, der größte Hebel
Die Spanne ist in Thailand extrem. Ein sauberes Zimmer mit Klimaanlage in einer Nebenstraße, ein solides Mittelklassehotel am Strand und ein internationales Fünfsternehaus liegen um den Faktor zehn auseinander. Das ist der eine Posten, bei dem eine einzige Entscheidung die Wochenrechnung mehr verschiebt als alle anderen zusammen.
Zwei Dinge, die die Rechnung verzerren:
Das ”++”. Viele Hotels der gehobenen Klasse nennen einen Nettopreis und schlagen 10 Prozent Service und 7 Prozent Mehrwertsteuer auf. Zusammen sind das nicht 17, sondern 17,7 Prozent, weil die Steuer auf den bereits erhöhten Betrag anfällt. Auf einer Woche ist das keine Nebensache.
Die Saison. Hochsaison an der Andamanenküste und Hochsaison am Golf von Thailand liegen in unterschiedlichen Monaten. Dasselbe Zimmer kostet je nach Woche das Doppelte. Wer flexibel ist, spart hier mehr als durch jede andere Maßnahme.
Was sich vorab zu buchen lohnt: die erste und die letzte NachtAnzeige in jedem Fall — müde ankommen und dann suchen ist die teuerste aller Varianten. In der Hochsaison und an Feiertagen die ganze Strecke. In der Nebensaison abseits der Hauptorte kann man auch vor Ort buchen, sollte aber wissen, dass der Preis an der Rezeption selten niedriger ist als der Onlinepreis.
Transport: drei Ebenen
Zwischen den Städten. Bangkok–Chiang Mai, Bangkok–Phuket, Bangkok–Krabi: Inlandsflüge der BilligairlinesAnzeige sind bei früher Buchung erstaunlich günstig, bei kurzfristiger Buchung nicht. Nachtbus und Zug kosten weniger und einen halben Tag mehr.
Innerhalb der Stadt. In Bangkok sind Skytrain und Metro der günstigste und verlässlichste Weg. Grab und Bolt zeigen den Preis vorab an und lösen das Taxameter-Problem. Motorradtaxis sind für kurze Strecken konkurrenzlos schnell und in bar zu zahlen. In Pattaya fährt das Songthaew auf festen Routen für einen kleinen Festbetrag — wer einsteigt und ein Ziel nennt, hat es gechartert und zahlt ein Vielfaches.
Flughafentransfers. Der einzige Transportposten, bei dem die VorabbuchungAnzeige regelmäßig etwas Handfestes kauft: einen festen Preis bei später Ankunft, ein Fahrzeug, das zum Gepäck passt, und keine Diskussion um den Taxameter. Bei Tageslicht und leichtem Gepäck ist der Zug besser.
Essen: der Posten, den man unterschätzt
Thailändisches Essen an der Garküche, im Markthallen-Foodcourt oder im einfachen Lokal kostet einen Bruchteil dessen, was ein Restaurant mit europäischer Karte in einer Touristenstraße verlangt. Der Unterschied liegt bei einer Woche für zwei Personen nicht bei ein paar Euro, sondern bei einem dreistelligen Betrag.
Praktisch heißt das nicht “immer Straßenküche”, sondern: Frühstück im Hotel oder im 7-Eleven, Mittag lokal, abends das, worauf man Lust hat. Alkohol ist die Ausnahme von der Regel, dass in Thailand alles billig ist — importierter Wein und Spirituosen sind hoch besteuert und in Bars entsprechend teuer.
Fast alles davon läuft in bar. Karte funktioniert in Malls, Supermärkten und Hotels, nicht auf dem Markt und nicht in der Garküche.
Eintritte und Ausflüge
Tempel und staatliche Nationalparks kosten einen festen Eintritt, bei Nationalparks mit einem höheren Ausländertarif, der offen ausgeschildert ist. Private Attraktionen, Aussichtsplattformen, Aquarien und Shows liegen deutlich darüber. Tagestouren mit Boot, Abholung und MittagessenAnzeige sind der teuerste Einzelposten nach der Unterkunft.
Hier lohnt sich der Preisvergleich vorab wirklich, aber nicht aus dem Grund, den man vermutet: Der Onlinepreis ist nicht immer niedriger als der Schalterpreis. Was er verlässlich liefert, ist Vergleichbarkeit — was genau enthalten ist, wie groß die Gruppe ist, ob Abholung und Eintritte im Preis stehen, und eine Stornobedingung, die vorher lesbar ist. Welche Bangkoker Attraktion online günstiger ist und welche nicht, steht in Online oder an der Kasse.
Die zwei unsichtbaren Posten
Die Wechselspanne. Zwischen einer guten Filiale in einer thailändischen Stadt und einem Schalter am Flughafen oder im Hotel liegen ein bis drei Prozent. Bei 1.000 Euro Reisekasse sind das zehn bis dreißig Euro für denselben Vorgang. Der aktuelle Vergleich steht unter Bangkok-Seite, Pattaya-Seite und Phuket-Seite.
Die Automatengebühr. Jede Abhebung an einem thailändischen Automaten kostet ausländische Karten 220 Baht, unabhängig vom Betrag, plus das Entgelt Ihrer eigenen Bank. Wer siebenmal 3.000 Baht abhebt, zahlt 1.540 Baht allein an Automatengebühren; wer einmal 20.000 abhebt, zahlt 220. Gleiche Summe, siebenfache Kosten.
Dazu kommt die dynamische Währungsumrechnung: Wenn Automat oder Kartenterminal anbietet, in Euro abzurechnen, lehnen Sie ab. Der Kurs stammt dann vom Gerätebetreiber und ist regelmäßig mehrere Prozent schlechter als der Ihrer Bank.
Zusammen sind diese beiden Posten oft größer als der gesamte Transport innerhalb der Stadt — und sie sind der einzige Teil der Reise, bei dem Sparen überhaupt nichts kostet.
Wo das Sparen aufhört, sinnvoll zu sein
Ein paar Stellen, an denen Sparen die Reise schlechter macht, ohne dass es sich rechnet:
- Die Unterkunft in der ersten Nacht. Nach einem Nachtflug ist ein Zimmer mit funktionierender Klimaanlage und ruhiger Lage kein Luxus.
- Die Reiseversicherung. Was ein thailändisches Privatkrankenhaus für einen ausländischen Patienten aufruft, steht in Wenn die Reise schiefgeht. Der Betrag steht in keinem Verhältnis zur Prämie.
- Der Transfer bei Ankunft um zwei Uhr nachts mit zwei Kindern.
Wann Sie nichts vorab buchen sollten
Der ehrliche Gegenpunkt zu allem, was oben steht:
Buchen Sie keine Tagestouren für die gesamte Reise im Voraus. Wetter, Jetlag und Lust ändern sich. Zwei fest gebuchte Programmpunkte pro Woche sind genug; der Rest wird vor Ort entschieden, oft mit derselben App, oft am selben Tag.
Buchen Sie keinen Pass für mehrere Attraktionen, bevor Sie die Liste gelesen haben. Solche Pässe rechnen sich bei einem dichten Besichtigungsprogramm und gar nicht bei einem Strandurlaub mit zwei Tempeln.
Buchen Sie keinen Transfer für Strecken, die der Skytrain besser bedient. Und buchen Sie keine Inlandsflüge für eine Route, die Sie vielleicht auslassen, wenn die Tickets nicht umbuchbar sind.
Wechseln Sie nicht die gesamte Reisekasse am ersten Tag. In Tranchen zu wechseln kostet nichts extra, wenn Sie ohnehin an einer Filiale vorbeikommen, und schützt davor, am Ende auf Baht zu sitzen, die Sie zum schlechteren Verkaufskurs zurücktauschen.