Hotel in Thailand bezahlen: das ++, das Terminal, die richtige Karte
Artikel aktualisiert: 2026-09-21
Bester Kurs EUR · Bangkok: 38,10 — Superrich Thailand — Headquarter Rajdamri 1 · 20. Sept., 08:58 → Details
Die Hotelrechnung ist für die meisten Thailand-Reisenden der größte Einzelposten, und sie wächst zwischen Buchung und Check-out an mehreren Stellen leise mit. Nichts davon ist unseriös; es steht alles irgendwo. Aber wer weiß, wo, zahlt bei einer Woche Hotel schnell einen dreistelligen Euro-Betrag weniger. Hier sind die Stellen, in der Reihenfolge, in der Sie ihnen begegnen.

Das „++” auf der Preisliste
Wenn ein Hotel den Zimmerpreis mit zwei Pluszeichen angibt — etwa „3.000++” — bedeutet das: Auf den Preis kommen 7 Prozent Mehrwertsteuer und 10 Prozent Servicegebühr. Aus 3.000 werden so rund 3.530 Baht. Das ist in Thailand bei Hotels ab der mittleren Kategorie üblich und gilt genauso für Restaurant, Spa und Minibar im selben Haus.
Buchungsportale zeigen den Preis in der Regel bereits inklusive, aber nicht immer an derselben Stelle. Achten Sie vor dem Klick auf die Zeile „inklusive Steuern und Gebühren” — oder prüfen Sie den Endpreis auf der letzten Seite, bevor Sie bestätigen.
Vorauszahlung oder Zahlung im Hotel
Bei internationalen Portalen gibt es meistens zwei Varianten des gleichen Zimmers:
- Vorauszahlung. Der Betrag wird zum Buchungszeitpunkt in der Währung Ihrer Karte abgebucht, also in Euro oder Franken. Der Preis ist damit fix — aber der Umrechnungskurs ist der des Portals, und der liegt in der Regel etwas über dem Marktkurs. Sie bezahlen für die Sicherheit.
- Zahlung im Hotel. Der Betrag wird beim Check-out in Baht berechnet. Sie tragen das Kursrisiko, zahlen aber zum Kurs Ihrer Karte, der bei einer guten Reisekarte am Mittelkurs liegt.
Für eine Buchung wenige Wochen vor der Reise ist das Kursrisiko klein. Für die meisten Reisenden mit einer gebührenfreien Karte ist „Zahlung im Hotel” die günstigere Variante. Wer mit einer Karte reist, die Auslandsgebühren berechnet, kann mit der Vorauszahlung besser liegen; rechnen Sie es einmal mit dem aktuellen Kurs durch.
Die Stornierungsbedingungen hängen oft an derselben Wahl: Die nicht erstattbare Variante liegt typischerweise 10 bis 20 Prozent unter dem Tarif mit kostenloser Stornierung. Bei festen Reisedaten ist das ein echter Rabatt; bei einer Rundreise mit offenen Enden ist er es nicht.
Am Terminal: immer Baht
Beim Bezahlen an der Rezeption fragt das Kartenterminal in vielen Hotels, ob es in Euro oder in Baht abrechnen soll. Manchmal steht die Frage nur klein auf dem Display, manchmal zeigt der Mitarbeiter Ihnen einen Euro-Betrag als Service. Das ist die dynamische Währungsumrechnung, und sie kostet Sie in der Regel 3 bis 6 Prozent mehr, als Ihre eigene Karte umrechnen würde.
Wählen Sie Baht. Immer. Bei einer Rechnung von 30.000 Baht sind das gut tausend Baht Unterschied für einen einzigen Tastendruck. Wenn das Terminal bereits Euro anzeigt, bitten Sie darum, die Transaktion abzubrechen und in Baht neu zu starten; das ist üblich und niemand nimmt es übel.
Kleine Hotels und Guesthouses
Familiengeführte Häuser und Guesthouses geben die Kartengebühren häufig weiter: Ein Aufschlag von rund 3 Prozent bei Kartenzahlung ist verbreitet, manchmal formuliert als kleiner Rabatt bei Barzahlung. Bei einer Rechnung von 10.000 Baht sind das 300 Baht — also der Bereich, in dem sich der Gang zur Wechselstube lohnt, wenn Sie ohnehin dort vorbeikommen. Die Filialen mit veröffentlichten Kursen finden Sie auf der Bangkok-Seite.
Bargeld brauchen Sie in kleinen Häusern außerdem oft für:
- die Kaution beim Check-in, die manche Guesthouses in bar verlangen und beim Check-out zurückgeben
- Minibar, Wäsche und kleine Extras, die nicht über die Kartenrechnung laufen
- den Roller oder das Fahrrad, das das Haus vermietet
Fragen Sie beim Check-in, was in bar zu zahlen ist. Dann müssen Sie nicht am letzten Morgen mit dem Koffer zum Geldautomaten.
Welche Karte bei einer großen Rechnung
Für den Hotelbetrag zählt nicht die Kreditkartenmarke, sondern drei Eigenschaften:
- Kein Auslandseinsatzentgelt. Klassische Bankkarten berechnen oft 1 bis 2 Prozent auf jede Fremdwährungszahlung.
- Umrechnung nahe am Mittelkurs. Reisekarten mit mehreren Währungen rechnen praktisch zum Marktkurs um; klassische Karten schlagen einen Aufschlag auf den Netzwerkkurs auf.
- Ausreichendes Limit. Eine Hotelrechnung von zwei Wochen sprengt manches Tageslimit. Erhöhen Sie es vor der Reise oder verteilen Sie die Zahlung.
Eine Multiwährungs-Reisekarte, die Baht zum Mittelkurs ohne Auslandsgebühr abrechnet, ist bei einer großen Hotelrechnung in fast allen Fällen die günstigste Zahlungsweise — günstiger als Bargeld aus der Wechselstube, weil dort ebenfalls eine Spanne liegt, und deutlich günstiger als die Umrechnung des Hotels. Wer nur eine klassische Kreditkarte hat, zahlt die Rechnung trotzdem in Baht; der Aufschlag der Bank ist kleiner als der des Hotels.
Der Beleg beim Check-out
Lassen Sie sich beim Auschecken die vollständige Abrechnung, das Folio, ausdrucken oder per E-Mail schicken, und lesen Sie sie einmal durch, bevor Sie bezahlen. Typische Posten, die zu prüfen sind: Minibar, die Sie nicht genutzt haben, ein doppelt berechnetes Frühstück, eine Zimmerkategorie, die nicht der Buchung entspricht. An der Rezeption ist das in einer Minute korrigiert; drei Wochen später per E-Mail ist es ein Vorgang.
Heben Sie das Folio bis zur Kartenabrechnung auf. Wenn dort ein anderer Betrag steht, ist das Papier Ihr einziges Argument.
Die kurze Regel
- Vor der Buchung: Endpreis inklusive „++” prüfen, Stornierungsvariante bewusst wählen.
- Bei der Buchung: Zahlung im Hotel, wenn Ihre Karte gebührenfrei ist.
- Am Terminal: Baht, nie Euro.
- Im Guesthouse: nach Kartenaufschlag und Bar-Kaution fragen, kleine Beträge bar.
- Beim Check-out: Folio lesen, mitnehmen, aufheben.
Keiner dieser Punkte dauert länger als eine Minute. Zusammen sind sie bei einer Woche Hotel in Bangkok ein Betrag, für den man anderswo eine ganze Stunde nach einer besseren Wechselstube suchen müsste.