Geld auf ein thailändisches Bankkonto überweisen: was es kostet und wie lange es dauert

Artikel aktualisiert: 2026-09-17

Bester Kurs EUR · Bangkok: 38,10Superrich Thailand — Headquarter Rajdamri 1 · 20. Sept., 08:58 → Details

Bei einer Überweisung nach Thailand sind der beworbene Preis und der tatsächliche Preis regelmäßig zwei verschiedene Zahlen, und die Differenz steckt fast immer im Umrechnungskurs und nicht in der Gebühr. Bevor Sie Anbieter vergleichen, lohnt es sich zu wissen, was Sie überhaupt vergleichen.

Photo: Scotiabank Mobile Banking App by PiggyBank Canada · CC BY 2.0

Die drei Kostenblöcke, nach Größe sortiert

Die Kursmarge. Ihr Geld geht in Euro oder Franken weg und kommt in Baht an, und irgendjemand setzt den Kurs für diese Umrechnung. Hier sitzt der größte Teil der Kosten. Eine klassische Filialbank rechnet oft mehrere Prozent vom Mittelkurs entfernt um; ein spezialisierter Transferdienst rechnet nah am Mittelkurs und verlangt stattdessen eine sichtbare Gebühr. Die Überweisung „ohne Gebühr” ist in der Regel die teure. Was der Mittelkurs ist und warum ihn niemand zahlt, steht in Der Mittelkurs.

Das Entgelt beim Absenden. Ein fester Betrag oder ein Prozentsatz, erhoben von Ihrem Institut. Dieser Posten steht auf dem Bildschirm und lässt sich leicht vergleichen.

Die Gebühren unterwegs und am Ende. Eine klassische Auslandsüberweisung kann über eine Korrespondenzbank laufen, die sich etwas abzieht, und die thailändische Empfängerbank berechnet dem Begünstigten häufig eine Gebühr für den Eingang einer Fremdwährungszahlung. Beides taucht im Angebot des Absenders nicht auf. Genau deshalb kommt am Ende weniger an, als auf dem Beleg stand.

Es gibt eine Frage, die alle drei Blöcke auf einmal klärt: Welcher Betrag in Baht kommt auf dem Konto an? Bekommen Sie darauf eine garantierte Zahl, ist die Sache entschieden. Bekommen Sie einen Kurs plus den Hinweis, dass Fremdgebühren anfallen können, ist sie das nicht.

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In Ihrer Währung zahlen? Dieser Bildschirm ist die teure Antwort.

Die Wege und wofür jeder taugt

Die Auslandsüberweisung von Ihrer Hausbank. Überall verfügbar, funktioniert auch bei großen Beträgen und erzeugt genau den Papierweg, den thailändische Stellen bei Immobilienkäufen und visumsbezogenen Nachweisen sehen wollen. Bei kleinen Beträgen ist sie meist die teuerste und die langsamste Variante, und sie ist der Weg, der Korrespondenzgebühren am stärksten ausgesetzt ist. Rechnen Sie mit einem bis fünf Bankarbeitstagen.

Ein Transferdienst. Diese Anbieter rechnen nahe am Mittelkurs um, weisen eine Gebühr offen aus und zahlen über eine inländische Verrechnung auf thailändische Konten aus — deshalb sind sie häufig taggleich. Für Alltagsbeträge ist das in der Regel die günstigste und die am leichtesten prüfbare Variante, weil Ihnen der exakte Baht-Betrag vor der Bestätigung angezeigt wird. Es gibt Betragsgrenzen je Überweisung, und die unterscheiden sich nach Land; prüfen Sie Ihre gegen den Betrag, den Sie tatsächlich senden wollen.

Barauszahlung über einen Agenten. Geld geht auf der einen Seite hinein und kommt in Thailand über einen Schalter in bar heraus, gegen Ausweis, ohne dass der Empfänger ein Konto braucht. Schnell, überall verfügbar und entsprechend bepreist: Die Marge ist hier in aller Regel die breiteste. Sinnvoll im Notfall, schlecht als Dauerlösung.

Kreditkarte als Geldquelle. Manche Dienste lassen Sie den Transfer mit einer Kreditkarte finanzieren. Bequem und schnell, aber Ihr Kartenherausgeber wertet das häufig als Bargeldverfügung — mit einem Entgelt und mit Zinsen ab dem Buchungstag. Finanzieren Sie lieber vom Guthaben oder per Lastschrift.

Wie lange es wirklich dauert

Die Laufzeit hängt an drei Dingen: wie das Geld Sie verlässt, welche Währungsstrecke es nimmt, und ob die Zahlung in eine Prüfung gerät.

Der Namensabgleich verdient eine eigene Zeile, weil er die meisten Verzögerungen und Rückläufer verursacht. Der Name des Begünstigten muss exakt dem thailändischen Konto entsprechen, in derselben Reihenfolge und in derselben Umschrift wie bei der Kontoeröffnung. Ein zweiter Vorname, der im Reisepass steht, auf dem thailändischen Konto aber nicht, reicht aus, um das Geld anzuhalten.

Was die Empfängerseite braucht

Für den Eingang einer Auslandsüberweisung nennt der thailändische Kontoinhaber die Kontonummer, den Kontonamen wie registriert, Bank und Filiale sowie den SWIFT-Code der Bank. Manche Banken wollen zusätzlich den Verwendungszweck, und bei größeren Eingängen ruft die Bank den Empfänger an, bevor sie das Geld freigibt. Das ist Routine, bedeutet aber, dass der Empfänger am Tag der Gutschrift telefonisch erreichbar sein sollte.

Geht das Geld in Richtung Immobilienkauf oder visumsbezogener Einlage, sagen Sie das dem Empfänger vorher. Thailändische Banken stellen einen Devisennachweis über eingegangene Fremdwährung aus, der später häufig verlangt wird. Am Tag der Gutschrift ist er leicht zu bekommen, Monate später mühsam — und er setzt in der Regel voraus, dass in Fremdwährung gesendet und erst in Thailand in Baht umgerechnet wurde. Das ist einer der seltenen Fälle, in denen der billigste Weg nicht der richtige ist.

Die Meldepflicht, an die kaum jemand denkt

In Deutschland sind Zahlungen von und ins Ausland oberhalb eines Schwellenwerts der Deutschen Bundesbank zu melden — die Außenwirtschaftsverordnung nennt hier seit Jahren 12.500 Euro je Zahlung. Die Meldung macht nicht Ihre Bank für Sie, sondern Sie selbst, und sie ist kein Genehmigungsverfahren, sondern reine Statistik. Für die Urlaubskasse spielt das keine Rolle, für eine Anzahlung auf eine Wohnung sehr wohl. Österreich und die Schweiz kennen eigene Meldeschwellen. Prüfen Sie den aktuellen Wert bei Ihrer Bundesbank beziehungsweise Nationalbank, bevor Sie einen größeren Betrag bewegen.

Geld aus Thailand heraus

Die Gegenrichtung ist stärker reguliert. Ausgehende Überweisungen von einem thailändischen Konto verlangen in der Regel eine Angabe des Zwecks, und manche Zwecke verlangen Unterlagen. Für gewöhnliche Beträge ist das kein Hindernis, aber es ist nicht die Zwei-Klick-Erfahrung der Gegenrichtung. Planen Sie bei größeren Summen einen Filialbesuch ein.

Wann sich das nicht lohnt

Der Fall, in dem eine Überweisung wirklich das richtige Werkzeug ist, ist eng: Miete oder Kaution, Unterstützung für jemanden vor Ort, die Finanzierung eines Langzeitaufenthalts, oder eine Summe, die man vernünftigerweise nicht im Handgepäck trägt. Dann gilt: den Weg nach dem garantierten Baht-Betrag auswählen, deutlich vor dem Bedarfstermin senden, und den Namen buchstabengenau prüfen.

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