Schweizer Franken in Thailand: was Reisende aus der Schweiz wissen müssen
Artikel aktualisiert: 2026-09-16
Bester Kurs CHF · Bangkok: 40,35 — Superrich Thailand — Headquarter Rajdamri 1 · 20. Sept., 08:58 → Details
Für Reisende aus der Schweiz und Liechtenstein stellt sich eine Frage, die deutsche und österreichische Gäste nicht haben: Franken mitnehmen oder vorher in Euro oder Dollar tauschen? Die kurze Antwort lautet in den meisten Fällen: Franken mitnehmen — aber mit ein paar Einschränkungen, die man vorher kennen sollte.

Der Franken ist in Thailand eine Nebenwährung
Der thailändische Devisenmarkt dreht sich um den US-Dollar, dahinter kommen Euro, Yen, Pfund, Yuan und die Währungen der Nachbarländer. Der Schweizer Franken ist gemessen am Volumen eine Nebenwährung — nicht exotisch, aber auch nicht das, was hier täglich in großen Mengen über den Tresen geht.
Das hat zwei Folgen. Erstens: Die Spanne zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs ist beim CHF in der Regel breiter als beim Euro. Zweitens: Nicht jede Filiale führt ihn. In den großen Bangkoker Häusern — Superrich Thailand, SuperRich 1965, Grand Superrich, Vasu Exchange, X-One Currency Exchange — steht der Franken selbstverständlich auf der Tafel. In einem kleinen Schalter in einer Seitenstraße von Kata Beach unter Umständen nicht.
Wo der Franken gut gehandelt wird
Bangkok ist der klare Spitzenreiter. In Pratunam und Silom konkurrieren mehrere große Häuser, und die CHF-Spanne ist dort am schmalsten. Wenn Ihre Reise über Bangkok führt — und das tut sie fast immer —, erledigen Sie den Hauptwechsel dort. Die aktuellen Kurse stehen unter Bangkok-Seite.
Pattaya, Phuket und Chiang Mai haben Filialen der großen Ketten, die CHF führen, aber weniger Auswahl. Rechnen Sie mit einem etwas breiteren Abstand.
Kleinere Orte und Grenzstädte führen den Franken oft gar nicht, oder zu einem Kurs, den Sie nicht nehmen wollen. Planen Sie dort nicht ein, Franken tauschen zu können.
Die vollständige Liste der erfassten Wechselstuben steht unter alle erfassten Wechselstuben.
Welche Noten Sie mitnehmen sollten
Wie bei allen Währungen staffeln thailändische Wechselstuben den Kurs nach Stückelung — große Noten bringen pro Franken mehr Baht, weil der Bearbeitungsaufwand pro Schein anfällt und nicht pro Betrag.
Die Schweiz hat mit der 1000er-Note einen der wertvollsten Scheine der Welt im Umlauf, dazu 200er und 100er. Für Thailand gilt:
- 200er und 100er sind die sichere Wahl. Sie werden überall angenommen, wo CHF überhaupt gehandelt wird, und stehen in der obersten oder zweitobersten Stufe.
- Die 1000er-Note ist heikler. Manche große Filialen nehmen sie gern und zum besten Kurs, andere lehnen sie ab — wegen des Falschgeldrisikos und weil sie eine Note dieser Größe nicht ohne Weiteres weiterreichen können. Nehmen Sie sie nicht als alleinige Reisekasse mit.
- 50er, 20er und 10er landen in der untersten Stufe. Nur als Ergänzung.
Der Zustand zählt zusätzlich: keine Risse, keine Beschriftungen, kein Klebeband. Transportieren Sie die Noten flach in einem Umschlag, nicht gefaltet.
Lohnt der Umweg über Euro oder Dollar?
Die Überlegung liegt nahe: In der Schweiz Franken in Euro tauschen, weil der Euro in Thailand enger gehandelt wird. Rechnen Sie das aber zu Ende — Sie zahlen dann zweimal eine Marge: einmal in der Schweiz CHF/EUR, einmal in Thailand EUR/THB.
In der Praxis frisst der doppelte Wechsel den Vorteil in der Regel auf. Der direkte Weg CHF/THB an einer großen Bangkoker Filiale ist meist die günstigere Variante. Vergleichen Sie im Zweifel konkret: Nehmen Sie den CHF-Ankaufskurs, den Sie in Bangkok sehen, und stellen Sie ihn der Rechnung über Euro gegenüber, inklusive der Schweizer Wechselgebühr.
Die Ausnahme: Wenn Sie ohnehin Euro besitzen — etwa als Grenzgänger oder weil Sie regelmäßig in der Eurozone unterwegs sind —, nehmen Sie diese Euro mit, statt sie erst in Franken zu tauschen.
Karten aus der Schweiz
Beim Kartengebrauch gilt für Schweizer Reisende dieselbe Grundregel wie überall, aber mit einer Besonderheit: Ihre Karte rechnet in CHF ab, und Thailand liegt für jede Schweizer Bank im “Ausland”, oft mit einer Bearbeitungsgebühr auf Fremdwährungsumsätze. Prüfen Sie vor der Abreise, wie hoch diese ist — die Modelle unterscheiden sich zwischen Kantonalbanken, Grossbanken und Neobanken erheblich.
Thailändische Geldautomaten berechnen ausländischen Karten 220 Baht pro Abhebung, unabhängig vom Betrag und zusätzlich zu allem, was Ihre Bank nimmt. Das macht viele kleine Abhebungen sehr teuer: 220 Baht auf 5.000 Baht sind 4,4 Prozent, auf 25.000 Baht 0,9 Prozent. Wenn Sie den Automaten nutzen, dann selten und in großen Beträgen.
“Abrechnung in CHF?” — immer ablehnen
Am Automaten und am Kartenterminal wird Ihnen regelmäßig angeboten, den Betrag in Franken statt in Baht abzurechnen. Das ist die dynamische Währungsumrechnung, und der Kurs stammt vom Betreiber vor Ort — typischerweise drei bis acht Prozent schlechter als der Ihrer eigenen Bank.
Wählen Sie immer THB beziehungsweise “continue without conversion”. Die Umrechnung übernimmt dann Ihre Bank, und das ist praktisch ausnahmslos günstiger.
Am Schalter
Reisepass mitnehmen — lizenzierte Wechselstuben in Thailand müssen jede Transaktion mit Ausweis erfassen. Fragen Sie nach, in welche Stufe Ihre Noten fallen, lassen Sie sich den Baht-Betrag vor der Übergabe anzeigen, und zählen Sie nach, bevor Sie gehen.
Und wie immer: Verbindlich ist die Tafel in der Filiale im Moment der Transaktion, nicht das, was Sie vorher online gesehen haben.